"Ab ins Quartier!" Methodensammlung für gelingende Stadtteilarbeit

Über die Methodensammlung

Offene Kinder- und Jugendarbeit, Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement sind gekennzeichnet durch die Arbeit mit den Menschen vor Ort. Jugendarbeiter_innen, Gemeinwesenarbeiter_innen und Quartiersmanager_innen bringen Menschen eines Stadtteils zusammen, eröffnen Räume des Austauschs sowie der Bildung, ermöglichen Partizipation und Teilhabe und fungieren als Ansprechpartner_innen und Sprachrohr, Vermittler_innen und Netzwerker_innen. In ihren Funktionen als Hauptamtliche tragen sie maßgeblich dazu bei, die Lebensbedingungen in Quartieren mit besonderen Entwicklungsbedarfen nachhaltig zu verbessern.

Die Aufgaben, die mit dieser Arbeit einhergehen, sind vielfältig und an den jeweiligen Bedarfen in den Stadtteilen ebenso wie an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen orientiert.  In Hessen gibt es ein breites, sehr erfolgreiches und handlungsfähiges Netzwerk aus engagierten Akteur_innen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen in benachteiligten Quartieren einsetzen.

Dieses Netzwerk hat bereits viele Formate und Methoden für die Arbeit mit Menschen aus benachteiligten Quartieren entwickelt und erprobt. Um möglichst vielen weiteren Akteur_innen den Zugang zu diesem Wissen zu ermöglichen, hat die LAG Soziale Brennpunkte Hessen e.V. Anfang 2021 die hessenweite Arbeitsgruppe „Methodensammlung“ initiiert. Gemeinsam mit insgesamt 40 Hauptamtlichen aus dem Netzwerk wurde im Laufe des Jahres eine digitale Methodensammlung „Ab ins Quartier!“ für gelingende Stadtteilarbeit  aus der Praxis für die Praxis entwickelt.

Die Arbeitsgruppe einigte sich von Beginn an auf ein recht breites Verständnis des Methodenbegriffs, welches Offene Kinder- und Jugendarbeit, Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement als Arbeitsformen begreift, innerhalb derer verschiedene strukturierte Methoden, Verfahren und Techniken zur Anwendung kommen.

Die Methodensammlung „Ab ins Quartier!“ für gelingende Stadtteilarbeit sammelt diese Methoden, Verfahren und Techniken aus dem Netzwerk, verweist dabei auf weitere interessante externe Quellen und hat einen offenen Charakter. Das heißt sie ist niemals abgeschlossen und offen für Veränderungen und Ergänzungen.  

Unser Anliegen ist es, Methoden darzustellen, die die Bedarfe der Menschen in den Blick nehmen und durch deren aktive Einbindung dazu beitragen, gesellschaftliche Teilhabe auch dort zu ermöglichen, wo Zugänge fehlen und strukturelle Barrieren echte Partizipation verhindern. Ausgangspunkt dieser Methoden ist dabei der Stadtteil oder das Quartier, in welchem die Menschen leben. Die gesammelten Methoden, Verfahren und Techniken sind kreativ und sollen möglichst viele Personen ansprechen und allen ein Mitmachen ermöglichen. Die Sammlung richtet sich insbesondere an diejenigen Personen, die in Quartieren mit besonderen Entwicklungsbedarfen tätig sind oder deren Tätigkeit sich auf die Verbesserung der Lebensbedingungen in diesen Quartieren bezieht. Dazu gehören vor allem Jugendarbeiter_innen, Gemeinwesenarbeiter_innen und Quartiersmanager_innen. Gleichermaßen kann die Sammlung auch in anderen Kontexten der Sozialen Arbeit, der Politischen Bildung oder anderen gruppenbezogenen Tätigkeiten genutzt werden.

Viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren!

Sie kennen weitere Methoden, Techniken oder Verfahren, mit denen Sie positive Erfahrungen gesammelt haben und möchten diese mit anderen Akteur_innen teilen? Dann melden Sie sich bei uns! Gerne nehmen wir Ihre Methode in unsere Sammlung auf und stellen sie auf der Website zur Verfügung.

 

Mitglieder der Arbeitsgruppe: