"Ab ins Quartier!"
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Nadelmethode

Sozialraumanalyse
Alle Bewohner_innen des Stadtteils/Quartiers
Projektabhängig – prinzipiell gibt es keine Begrenzung
Wichtig ist vorab verbindlich zu klären, welche Bedeutung den Ergebnissen zukommt und wie mit diesen weitergearbeitet wird. Diesbezüglich gilt es Transparenz zu gewährleisten, damit nicht unerfüllbare Hoffnungen erzeugt werden, die später enttäuscht werden müssen.
  • hoch aufgelöste und detailreiche Karte des Stadtteils/Quartiers
  • Styropor oder Pappe, um die Karte zu verstärken
  • Stecknadeln in verschiedenen Farben
  • Statt Nadeln, können auch unterschiedlich farbige und große Klebepunkte verwendet werden (besonders, wenn die Karte angepinnt ist und zum Weitertransport zusammengerollt werden muss)

Projektabhängig: von einer einmaligen Aktion bis hin zu mehreren Monaten möglich, je nachdem, wozu diese Methode dienen soll

  • Ulrich Deinet: Analyse und Beteiligungsmethoden. In: Ulrich Deinet (Hrsg.): Methodenbuch Sozialraum. Wiesbaden 2009. S.68 f.
  • Richard Krisch: Sozialräumliche Methodik der Jugendarbeit. Aktivierende Zugänge und praxisleitende Verfahren. Weinheim und München 2009. S. 78 – 87
  • www.sozialraum.de > Methodenkoffer > Nadelmethode

 

Bei der Nadelmethode werden die Teilnehmer_innen gebeten, Orte mit für sie wichtigen Bedeutungen auf Stadt(teil)Karten mit Stecknadeln zu markieren.

Die Nadeln werden meistens hinsichtlich einer bestimmten Fragestellung gesteckt. Folgende Fragestellungen sind beispielsweise möglich:

  • Wo triffst du dich am liebsten mit deinen Freunden?
  • Welche Orte vermeidest du?
  • Was ist dein Lieblingsort im Quartier?
  • Wo gehst du hin um deine Ruhe zu haben?
  • Welchen Ort empfindest du als stressig/laut/hässlich?

Damit die gesteckten Nadeln später noch differenziertere Antworten ermöglichen, kann man die Farben der Nadeln nach unterschiedlichen Kriterien vergeben, z.B. Altersgruppen oder Geschlecht.

Die Nadelmethode ist sowohl in Institutionen, z.B. in Jugendeinrichtungen und Schulen anwendbar, als auch im öffentlichen Raum oder sogar als mobile Methode.

Während der Steckens der Nadeln können Gespräche mit den Teilnehmenden entstehen und weiterführende Fragen zu den Orten gestellt werden. Später stellt die Karte selbst ein wunderbares Ausstellungsstück z.B. im Stadtteilzentrum dar, welches zu neuen Gesprächen anregt. Wird die entstandene Karte als Sozialraumanalyse ausgewertet, können die Ergebnisse sowohl als Diskussionsgrundlage in der Gemeindepolitik dienen als auch zu sinnvollen bewohner_innenorientierten Projekten führen. Sollten daraus Projekte entstehen, sollte auf eine schnelle Umsetzung geachtet werden, um die Aktivierung der Bewohner_innen aus dem Stadtteil nicht zu verlieren.

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