"Ab ins Quartier!"
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Autofotografie

  • Aktivierung und Teilhabe
  • Sozialraumanalyse
Alle Bewohner_innen des Stadtteils/Quartiers
Grundsätzlich können alle Interessierten partizipieren und teilnehmen. Grenzen sind durch eventuell zu verleihende Materialien gesetzt. Führt man die Autofotografie in einer Gruppe durch, sollte die Gruppe nicht zu groß sein, maximal 15 Teilnehmende ist eine gute Größe.
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  • Kameras aller Art (Handykameras, Einwegkameras, Polaroidkameras, Digitalkameras etc.)
  • Finanzielle Ressourcen, um Bilder entwickeln zu lassen und Abzüge zu erstellen
  • Finanzielle Ressourcen für eine abschließende Ausstellung
  • Die Autofotografie selber kann innerhalb von 1-3 Stunden erfolgen
  • Für Auswertungstreffen und Organisation der Ausstellung sollten mehrere Tage eingeplant werden (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung
  • Ulrich Deinet: Analyse und Beteiligungsmethoden. In: Ulrich Deinet (Hrsg.) Methodenbuch Sozialraum. Wiesbaden 2009. S.78 f.
  • Spiegel, Hiltrud von: „Offene Arbeit mit Kindern – (k)ein Kinderspiel“, Münster 1997.
  • Richard Krisch: Sozialräumliche Methodik der Jugendarbeit. Aktivierende Zugänge und praxisleitende Verfahren. Weinheim und München 2009. S. 115f
  • www.sozialraum.de

 

Bei einer Autofotografie werden die Teilnehmenden aufgefordert, jene Orte in einem Sozialraum zu fotografieren, die in Bezug auf eine bestimmte Fragestellung für sie persönlich wichtig sind. Die anschließende Betrachtung der Bilder dient dazu, Lebenswelten besser kennenzulernen und fachliche Angebote weiterzuentwickeln. Die besondere Qualität der Methode besteht darin, dass die Teilnehmenden, z.B. Kinder und Jugendliche, zu Expert_innen ihres Sozialraums werden, weil ihre Perspektive und Sichtweisen im Vordergrund stehen. Durch die Auswahl der fotografierten Objekte entsteht eine Sammlung von Eindrücken, die zeigt, was für die Menschen selbst in ihrem Lebensraum wichtig ist und wie sie bestimmte Orte und Räume sehen. Zur anschließenden Auswertung gehört die Methode der Gruppendiskussion, deren Sinn es ist, an Informationen zu gelangen, die sich in einem Einzelgespräch so nie ermitteln ließen. Erst wenn alle Beteiligten die von ihnen gemachten Fotos erklären und beim gemeinsamen Anschauen ihre Interpretationen und Wahrnehmungen kommunizieren können, hat die Methode im Rahmen einer Sozialraumanalyse einen eigenen Wert. Fotografie eröffnet gerade Kindern, Jugendlichen oder Personen, die nicht gut Deutsch sprechen, neue Möglichkeiten der Kommunikation. Die Ergebnisse eines solchen Prozesses können zum Beispiel im Rahmen einer Ausstellung weiteren Personen aus dem Quartier vorgestellt werden und zu neuen Gesprächsanlässen und bewohner_innenorientierten Projekten führen.

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