"Ab ins Quartier!"
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Das Wandernde Café

  • Aktivierung und Teilhabe
  • Nachbarschaftliches Miteinander
Alle Bewohner_innen des Stadtteils/Quartiers
Bis zu 30 Personen zeitgleich
  • Einholen der Genehmigungen nicht vergessen. Wo befinde ich mich? Öffentlicher Raum oder privates Grundstück?
  • Das Format ist wetterabhängig und Wetter ist nicht planbar.
  • Achtung: Frustrationspotential! Erfolg und Misserfolg liegen nur eine Gewitterwolke voneinander entfernt.
  • Die Uhrzeit so wählen (Ende nicht vor 18:00 Uhr), dass auch Berufstätige sich noch dazu setzen können.
  • Die Menschen reden lassen! Nicht (zu schnell) mit Themen dominieren!
  • Das Format ist nicht alleine machbar: Bedienung und Gesprächs-führung geht zusammen nicht.
  • Biertischgarnituren, Sonnenschirme, Geschirr, Bestecke
  • Kaffee, Tee, Kuchen, Getränke
  • Spielmaterial
  • Kundenstopper
  • Moderationskarten, Stifte, eventuell Pinnwand
  • Einmalige Vorbereitung: 2-3 Tage
  • Terminbezogene Vorbereitung: 0,5 – 1 Tag
  • Durchführung: 1 Tag
  • Nachbereitung: 2 Stunden

Entwickelt von:

Markus Hirth, projekt.stadt, Bensheim

www.projektstadthirth.de

06251.987500

Das Wanderende Café wurde als Methode zur niedrigschwelligen Kontaktaufnahme mit den Bewohner_innen des Quartiers entwickelt. Beim gemeinsamen Kaffee trinken ist ein entspanntes Kennenlernen möglich, nicht nur zwischen Anwohner_innen

Foto: projekt.stadt, Markus Hirth, Bensheim/Berlin

und Quartiersmanagement, sondern auch untereinander innerhalb der Anwohnerschaft. Beim Wandernden Café ist Raum für die Narrative: Was haben die Menschen aus dem Quartier zu erzählen? So kann man viel über die Lebenswelt der Menschen und den Sozialraum erfahren. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit über Angebote und Aktivitäten zu informieren und Menschen in die Maßnahmen einzubeziehen. Mit dem Wandernden Café zeigt man Präsenz im Quartier und fördert nachbarschaftliche Strukturen.

Das Wandernde Café kommt zu den Menschen. An einem geeigneten Ort im Wohnumfeld (Grünfläche, Platz, Rasen zwischen den Häusern, gesperrte Wohnstraße, Spielplatz usw.) werden 2-3 Biertischgarnituren aufgebaut. Sonnenschirme schaffen eine einladende Atmosphäre. Auf Kundenstoppern, Flags, den Sonnenschirmen, Roll-Ups werden die Menschen in mehreren Sprachen zu Kaffee und Kuchen eingeladen – natürlich kostenlos! 1-2 Wochen vor dem Termin informierte ein Flyer in allen Briefkästen über das bevorstehende Ereignis. Die Ankommenden werden begrüßt und am Platz bedient, das zeigt Wertschätzung – dies ist immerhin ein Café!

Für Kinder gibt es Spielsachen, sodass deren Eltern sich entspannen können. An den Tischen entwickeln sich Gespräche, es ist spannend zu hören, was die Menschen mitbringen. Meist kommt die Frage von selbst: Warum findet das hier statt? Jetzt kann man Informationen weitergeben und gezielter nachfragen. Wenn eine Anregung/Frage/Idee/ Beschwerde festgehalten werden soll, erfolgt das transparent und nachvollziehbar auf Moderationskarten. Dazu gehört selbstverständlich die Information, was mit den Karten anschließend passiert. Und schon sind wir mitten in den Themen!

Das Wandernde Café ist nicht nur eine gute Methode zur Aktivierung und zur Konsultation im Rahmen von Planungsprozessen. Das Wanderende Café hat oft eine nachhaltige Wirkung in den Nachbarschaften: Die Menschen aus dem Quartier wollen sich weiterhin treffen und austauschen. So entstehen Nachbarschaftscafé und -treffen, das Gemeinwesen wird gestärkt.

Foto: projekt.stadt, Markus Hirth, Bensheim/Berlin

Praxistipps:

  • Mit einer kleinen Serie starten (4-6 Termine). Das Format muss sich im Quartier rumsprechen. Die ersten Termine können einsam sein.
  • Bekannte Personen im orfeld gezielt persönlich einladen.
  • Den Kuchen „modular“ einkaufen, den Kaffee nach Bedarf kochen. Ein Springer (z.B. auf Abruf) ist sehr hilfreich.
  • Andere Akteure (Beratungsstellen, Politik, Projektvertreter_innen usw.) nur in kleinen Dosen zulassen und deren Dominanz verhindern.
  • Zuhören, zuhören, zuhören!
  • Beweglich bleiben – nicht den ganzen Nachmittag nur an einem Tisch sitzen bleiben.

 

Detaillierter Ablauf und Zeitplan

Einmalige Vorbereitung: 2-3 Tage

  • Auswahl der Standorte
  • Einholen der Genehmigungen
  • Materialien, Infrastruktur beschaffen
  • Blanko-Flyer erstellen

 

Terminbezogene Vorbereitung: 0,5 – 1 Tag

  • Druck und Verteilung der Flyer

 

Durchführung: 1 Tag

  • Beschaffung Kuchen und Getränke
  • Aufbau, Durchführung (3-4h), Abbau

 

Nachbereitung: 2 Stunden

  • Sicherung der Ergebnisse
  • Abschrift der Karten
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