"Ab ins Quartier!"
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Open Space

Aktivierung und Teilhabe
Alle Bewohner_innen des Stadtteils/Quartiers
Mindestens 10-20 und bis zu 2000 Teilnehmende
  • Die Zeit für die Vor- und Nachbereitung der hauptamtlichen Mitarbeitenden sollte nicht unterschätzt werden, da die Organisation und Durchführung einiges an Zeitaufwand bedeutet.
  • Die Teilnehmenden sollten auf das selbstständige Arbeiten vorbereitet sein und sich auf das Format einlassen können. Sie sollten bereit sein, sich aktiv zu beteiligen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen.
  • Das Miteinander sollte durch eine offene Atmosphäre geprägt sein, in der jeder Beitrag willkommen ist. Vermieden werden sollte Vielrednerei durch einzelne dominante Gruppenmitglieder. Auch auf eine gesteigerte Sensibilität gegenüber möglicher Entwertung der Beiträge Anderer in der eigenen Ausdrucksweise (Wortwahl, Mimik, Gestik) sollte geachtet werden.
  • Es kann zu Frustration kommen, wenn wenig neue Informationen erlangt werden.

Benötigte Ressourcen (Minimalanforderungen):

  • Möglichkeiten zur Durchführung von Kleingruppenarbeiten (idealerweise mehrere Gruppenräume)
  • Moderationsmaterial und Metaplanwände/Flipcharts
  • Zeit- und Raumtafel für Themenplanung
  • Möglichkeiten zum Vervielfältigen und Festhalten der Ergebnisse (Laptop, ggf. Beamer, Fotoapparat, Kopierer)
  • Vorbereitung: variiert je nach Größe der Veranstaltung. Es sollte aber eine minimale Vorlaufzeit von vier Wochen geben.
  • Durchführung: Ein Open-Space braucht mindestens drei Stunden, kann aber auch eine mehrtätige Veranstaltung bis zu drei Tagen sein.
  • Nachbereitung: Variiert sehr stark je nach Intensität der Ergebnisse und der sich daraus ergebenden Arbeitsaufträge.

 

Open SpaceEin Open Space stellt eine moderierte Gruppenkonferenz dar, bei der die kreativen Ideen der Beteiligten und weitere Synergieeffekte genutzt werden. Die teilnehmenden Menschen kommen mit ihren Anliegen in einem „offenen Raum“ zusammen, um ein ihnen wichtiges Thema oder Themen selbstorganisiert und selbstverantwortlich zu bearbeiten. Ziel dabei ist, in kurzer Zeit mit vielen Menschen innovativ und lösungsorientiert zu arbeiten sowie eine „Aufbruchstimmung“ zu erzeugen.

Hauptamtliche Mitarbeiter_innen der Stadtteilarbeit haben daher die Aufgabe, Zeit und Raum zu schaffen, damit die Teilnehmenden ihre Anliegen mit anderen Interessierten bearbeiten können. Eine Begleitung dieses Prozesses ist sinnvoll. Es wird (fast) nichts vorgegeben. Open-Space vertraut auf die Eigenverantwortung der Beteiligten. Der Charakter einer solchen Veranstaltung ist dementsprechend sehr offen angelegt, d.h. dass von den Initiierenden keine konkreten Diskussionsthemen vorgegeben werden, sondern diese durch die Teilnehmer_innen bestimmt werden.

Die Methode eignet sich insbesondere, wenn viele Menschen in kurzer Zeit an einem Veränderungs- und Klärungsprozess beteiligt werden sollen und gleichzeitig auf ihre Selbstorganisation, Selbstverantwortung und Partizipation Wert gelegt wird. Am Ende der Veranstaltung sollten Ansprechpartner_innen, AG´s, Termine und feste Verbindlichkeiten stehen, damit die Ergebnisse sowie das Eigenengagement nicht verpuffen.

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